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01.03.2016

E-Scooter-Fahrer erhalten „Mitnahmeerlaubnis“


Menschen mit einer Gehbehinderung, die auf ein Elektromobil bzw. E-Scooter angewiesen sind, können zukünftig wieder die Straßenbahnen des Jenaer Nahverkehrs nutzen. Voraussetzung dafür ist eine „Mitnahmeerlaubnis“, die der Jenaer Nahverkehr während eines individuellen Trainings gemeinsam mit dem TÜV Thüringen zuvor an den Scooter-Fahrer ausstellt. Dieses Vorgehen ist das Ergebnis eingehender Prüfungen zur sicheren Mitnahme der E-Scooter und gilt ausschließlich für die Straßenbahnen des Jenaer Nahverkehrs. 

Am gestrigen Montag, 29. Februar, fand das zweite dieser individuellen E-Scooter-Trainings beim Jenaer Nahverkehr statt. Zwei Drittel der insgesamt zwölf zuvor angemeldeten Teilnehmer erhielten die Plakette zur „Mitnahmeerlaubnis“.

Zu den Kriterien, die für einen sicheren Transport beziehungsweise die „Mitnahmeerlaubnis“ notwendig sind, gehört das Vorlegen eines Schwerbehindertenausweises mit dem Kennzeichen G oder aG. Der E-Scooter-Nutzer muss weiterhin vom Scooter absteigen und während der Fahrt einen Sitzplatz in der Straßenbahn einnehmen. Aber auch technische Voraussetzungen der E-Scooter, die in jedem Fall zur Mitnahme in anderen Fahrzeugen zugelassen sein müssen,  werden geprüft. So sollten die E-Scooter mindestens vier oder fünf Räder haben und bestimmte Maße sowie maximales Gewicht nicht überschreiten. Außerdem werden praktische Voraussetzungen wie das Einfahren in die Straßenbahn und das Abstellen der Mobilitätshilfe getestet. 

Der Jenaer Nahverkehr setzt alles daran, Menschen, die auf einen E-Scooter angewiesen sind, am öffentlichen Nahverkehr teilhaben zu lassen. Daher bietet er auch zukünftig regelmäßig Termine an zu den individuellen Trainings auf dem Betriebshof Burgau des Nahverkehrs, Keßlerstraße 29. Interessierte werden gebeten sich für den kommenden Termin am Montag, 14. März, zwischen 13 und 16 Uhr über das VMT-Servicetelefon anzumelden: 0361 19449.