VMT-Servicetelefon 0361 19449
07.05.2019

Für Kinder in Not

Busse und Bahnen des Jenaer Nahverkehrs werden zu Notinseln

Die Idee: Geraten Kinder in Gefahr – sei es durch Ärger mit anderen Kindern oder durch zudringliche Erwachsene, einen Unfall auf dem Weg zur Schule oder benötigen anderweitig dringend Hilfe – erhalten sie mit den „Notinseln“ einen ersten sicheren Fluchtpunkt. Zu den 73 stationären „Notinseln“ in Jena kommen im Mai 2019 mit den Fahrzeugen des Jenaer Nahverkehrs 80 mobile „Notinseln“ dazu. Die Busse und Bahnen sind täglich im Stadtgebiet unterwegs und durch das „Notinsel“-Signet an der Fahrereingangstür erkenntlich.

Die Umsetzung: „Unsere Fahrerinnen und Fahrer wurden in ihrem Dienstunterricht dazu geschult. Im Ernstfall setzen sie eine Hilfskette in Gang, um dem in Not geratenen Kind zu helfen“, sagte Winfried Müller, Bereichsleiter Betrieb beim Jenaer Nahverkehr in einem Pressetermin am Montag, 6. Mai. Kinder, die sich bedroht fühlen, sollten sofort dem Fahrpersonal Bescheid geben. Alles Weitere werde dann vom Personal geregelt, das auf solche Situationen vorbereitet sei.

Die Partnerschaft: Das Thema „Notinsel“ ist für den Jenaer Nahverkehr nicht neu. So berichtet Vertriebsleiter Markus Würtz: „Unser Servicebüro ist seit dem Jahr 2011 Partner des Projektes. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und wissen, was im Notfall zu tun ist.“ Er verweist darauf, dass das Thema Sicherheit im Unternehmen und weit darüber hinaus immer schon eine große Rolle spiele, jetzt aber durch das „Notinsel“-Signet überall in der Stadt für die Kinder sichtbar werde.

Das Projekt: In unserer Saalestadt beteiligen sich zurzeit 73 „Notinseln“ sowie die 80 mobilen Notinseln des Jenaer Nahverkehrs. Unter dem Motto „Wo wir sind, bist Du sicher“ nehmen Geschäfte aus unterschiedlichsten Bereichen an der Aktion teil, so auch die Servicebüros des Jenaer Nahverkehrs und der Stadtwerke Energie, das Freizeitbad GalaxSea, das IBIS-Hotel, die Sparkasse, Apotheken, Cafés, soziale Einrichtungen sowie kleine und große Unternehmen.

Stephan Griethe vom Kinder- und Jugendschutzdienst „Strohhalm“: „Neben der hohen Bereitschaft vieler Unternehmen und Institutionen in Jena ihre Räume als Schutzorte für Kinder anzubieten, freuen wir uns besonders, das nun auch diese mobile Zuflucht geboten wird. Viele Schulkinder bewegen sich täglich mit Bus oder Bahn und können dort unkompliziert Hilfe in Anspruch nehmen, was für verängstigte Kinder eine sehr entlastende Wirkung hat und durch die Vielzahl der Fahrzeuge eine große Bereicherung für die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Jenaer Kinder bedeutet!“