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JES Verkehrsgesellschaft – neues Tochterunternehmen des Jenaer Nahverkehrs


Foto: @Jürgen Scheere

•    Ab dem 1. Januar 2022 führt die JES Verkehrsgesellschaft als neues Tochterunternehmen des Jenaer Nahverkehrs ihre operative Arbeit weiter.
•    Die damit angestrebte Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in Stadt und Region steht im Einklang mit lokalen, regionalen und globalen Klimaschutzzielen.
•    Von dem in der Thüringer Verkehrsbranche einmaligen Mutter-Tochter-Modell profitieren die Fahrgäste.
•    Gleichzeitig bringt die neue Verbindung eine positive Signalwirkung für weitere interkommunale Kooperationen.

Die Nahverkehrsbetriebe in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis arbeiten ab dem 1. Januar 2022 in Form eines „Mutter-Tochter-Modells“ noch enger zusammen – vorbehaltlich der Genehmigung des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Dem entsprechenden Beschlussantrag stimmten sowohl die Mitglieder des Kreistages des Saale-Holzland-Kreises bei ihrer jüngsten Sitzung (15. Dezember 2021) als auch die Mitglieder des Jenaer Stadtrates am 10. November 2021 zu. Dabei wird die JES eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Jenaer Nahverkehrs. Der Saale-Holzland-Kreis erhält im Gegenzug eine fünfprozentige Beteiligung am Jenaer Nahverkehr. Die getrennte Verantwortung der Gebietskörperschaften für die jeweils erforderliche Finanzierung der beiden Gesellschaften bleibt erhalten.

Ziel der gesellschaftsrechtlichen Verbindung vom Jenaer Nahverkehr und der JES ist es, einen einheitlichen Verkehrsraum Jena-Saale-Holzland für einen langfristig sicheren, umweltschonenden und effizienten öffentlichen Nahverkehr zu schaffen. Der öffentliche Nahverkehr nimmt eine zentrale Rolle ein sowohl im Hinblick auf die Erreichung klimapolitischer Ziele als auch auf die konkrete Lebensqualität der Menschen in Stadt und im Landkreis. Dies soll durch die noch engere Zusammenarbeit beider Verkehrsunternehmen gestärkt werden. 

Bereits im Jahr 2019 unterschrieben Stadt und Landkreis eine gemeinsame „Absichtserklärung zur Vertiefung der gesellschaftsrechtlichen Zusammenarbeit der Unternehmen“ und den damit verbundenen Auftrag, wirtschaftliche, rechtliche und weitere Bedingungen hinsichtlich einer Kooperation zu prüfen. Im Ergebnis der Untersuchungen zeigte sich die zukünftige Kooperationsform eines Mutter-Tochter-Modells als zielführend. 

O-Töne:

Andreas Heller, Landrat Saale-Holzland-Kreis: „Mit dem Zusammengehen der beiden Verkehrsunternehmen JNV und JES wächst die Region weiter zusammen. Für die Bürger im Saale-Holzland-Kreis und in der Stadt Jena spielt es keine Rolle, wem der Bus gehört, in den sie einsteigen. Die Bürger wünschen vor allem lebensnahe Lösungen im öffentlichen Nahverkehr. Für uns wird es nun einfacher, solche Lösungen anzubieten. Mobilität zwischen Stadt und Land ist wichtig, gerade in unserer Region, in der es hohe Pendlerzahlen gibt. Die Fusion schafft nicht nur das bestmögliche Nahverkehrsangebot für die Menschen im Saale-Holzland-Kreis und Jena. Der Vertrag definiert, welche Aufgaben der Landkreis und die Stadt übernehmen. Zugleich schafft er Klarheit darüber, welcher Aufgabenträger für die Finanzierung zuständig ist. Damit steht der ÖPNV in der Region in Zukunft auf soliden Füßen.“

Dr. Thomas Nitzsche, Oberbürgermeister der Stadt Jena: "Die Verbindung von JES und JNV ist ein großer und wichtiger Meilenstein in der Kooperation zwischen Jena und dem Saale-Holzland-Kreis. Dass die JES eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des JNV wird, erlaubt es uns, die Nahverkehrspläne aufeinander abzustimmen und zwischen Stadt- und Regionalverkehr eine noch vorteilhaftere Verzahnung herzustellen. Nach vielen kleineren Kooperationen mit einzelnen Gemeinden und einigen bereits angeschobenen Projekten ist diese Verbindung der beiden Nahverkehrsgesellschaften nun ein starkes Symbol für das Denken und Agieren als eine Region."

Christian Gerlitz, Bürgermeister und Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt: "Die traditionell gute Zusammenarbeit mit dem Saale-Holzland-Kreis im Aufgabenfeld des öffentlichen Nahverkehrs wird mit der neuen Struktur auf ein festes Fundament gestellt. Die Abstimmungsprozesse im System werden direkter und schneller. Diese neue Effizienz stabilisiert das ÖPNV-System in Stadt und Landkreis und eröffnet neue Möglichkeiten."


Tobias Wolfrum, Geschäftsführer Stadtwerke Jena: „Mit der JES als neuer Tochter des Jenaer Nahverkehrs rücken zwei Unternehmen noch enger zusammen, die schon heute Partner im Verkehrsverbund Mittelthüringen sind. Für uns als Stadtwerke Jena Gruppe ist durch dieses neue Gesellschaftsmodell ein wichtiger strategischer und klimapolitischer Impuls gesetzt. Weiterhin ermöglicht dieser Schritt, langfristig für alle Einwohner aus Jena und der Region eine serviceorientierte Mobilität sicherzustellen.“

Steffen Gundermann, Geschäftsführer Jenaer Nahverkehr: „Durch die Erweiterung unseres Aufgabengebietes mit der JES Verkehrsgesellschaft stärken wir langfristig unsere strategische und wirtschaftliche Position als Dienstleistungsunternehmen im öffentlichen Nahverkehr Thüringens. Gemeinsam mit der JES können wir auch in Zukunft alle betrieblichen und vertrieblichen Aufgaben eines Verkehrsunternehmen absichern und kontinuierlich weiterentwickeln – durch den strategischen Ausbau unseres Kerngeschäfts, dem öffentlichen Nahverkehr in Jena und der Region, sowie durch zusätzliche zielgerichtete Innovationen im Mobilitätssektor. Die neue Stufe der Zusammenarbeit bietet uns zusätzlich die Chance, dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen, um für zukünftige Aufgaben gut gerüstet zu sein sowie nachfolgenden Generationen Berufsperspektiven zu bieten.“

Andreas Möller, Geschäftsführer JES Verkehrsgesellschaft: „Durch das Mutter-Tochter-Modell bietet sich die Chance, unseren Fahrgästen in Jena und der Region zukünftig besser aufeinander abgestimmte Mobilitätsangebote anzubieten. Wir wollen der Stadt Jena und dem Saale-Holzland-Kreis starke Partner bei der Entwicklung, Planung und Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte sei. Darüber hinaus übernehmen wir Verantwortung beim Thema Emissionsschutz, indem wir bereits heute intensiv den Umstieg vom Dieselbussystem auf umweltfreundlichen Antriebstechnologien forcieren. Damit zahlen wir unmittelbar auf die Klimaschutzziele der Kommunen ein.“